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Ein Arbeitskollege, dem sie ihr Leid klagte, erzählte ihr erstmals von den typischen Problemen der Konvektionsheizung. Wie man schon im Physikunterricht lernt, erwärmt ein herkömmlicher Heizkörper, auch Radiator genannt, die Luft, welche aufsteigt und unter der Decke in Richtung der gegenüberliegenden, kühleren Wand strömt. Die Luft kühlt sich immer weiter ab und sinkt wieder zu Boden. Dort gibt es einen Sog in Richtung Heizkörper. Dieser Prozess ist sehr komplex, weil nicht nur ein Temperaturgefälle sondern auch ein Feuchtigkeitsgefälle entsteht. Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte Luft. Jeder kennt den Effekt, dass nach dem Baden oder Duschen, die Fliesen oder Scheiben im Bad beschlagen. Nun ist unsere Raumluft mit der Atemluft verbunden und der Mensch produziert sozusagen als Bioreaktor permanent feuchte Luft. Pro Stunde atmet der Mensch zwischen 50 und 200 ml Wasser mit der Atemluft aus. Für eine vierköpfige Familie kommen dabei schnell 11 Liter pro Tag zusammen. Auch die nächtliche Schweißproduktion ist nicht zu vernachlässigen. Pro Person werden pro Nacht 1,5 Liter Wasser in die Schlafhöhle abgegeben. Die vierköpfige Familie produziert also pro Tag 17-18 Liter Feuchtigkeit ohne Duschen, Waschen und Kochen. Natürlich ist Lüften wichtig und zwar unabhängig von der Heizmethode. Trotzdem kommt es bei der Konvektionsheizung häufig zur Bildung von Schimmel an versteckten Stellen, bei denen ein Luftaustausch nicht möglich ist und sich die Feuchtigkeit festsetzt. Schätzungen gehen davon aus, das 60 -70 Prozent des Wohnungsbestandes, aufgrund dieses Kondensationsphänomens, mit Schimmel belastet ist. Da die Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet und der Nährboden für Atemwegsinfektionen bereitet wird, kann es im Kontakt mit Schimmelsporen zu entsprechenden Erkrankungen kommen. Eine gesunde Alternative ist die Strahlungsheizung, auch Infrarot-Strahlungsheizung oder einfach Infrarotheizung genannt. Infrarot-Strahlung ist Wärmestrahlung und bezeichnet einen Wellenlängenbereich von 780 nm bis 1 mm, d.h. oberhalb des sichtbaren Spektralbereiches und unterhalb des Mikrowellenbereiches. Als gesunde Strahlung wird der Bereich von 8-10 μm bezeichnet. Strahlung dieser Wellenlänge wirkt gesundheitsfördernd auf den menschlichen Körper. Schmerzpatienten berichten von deutlicher Linderung bis hin zu völliger Schmerzfreiheit und deutlicher Reduktion der Schmerzmittel. Bei der Infrarot-Strahlungsheizung wird die ganze Materie im Wohnraum, einschließlich der Wände erwärmt. Diese Wärme strahlt in den Raum und auf den Bewohner zurück. Nicht erwärmt wird hingegen die Raumluft, die somit kühler als die Wände ist. Ein äußerst behagliches Wärmegefühl stellt sich dadurch ein. Außerdem sind warme Wände trocken, wodurch dem Schimmelpilz die Lebensgrundlage entzogen wird. Feuchte Wände können binnen 7-14 Tagen getrocknet werden. Die Sanierung, der mit Schimmel belasteten Wohnungen erfolgt binnen 5-10 Tagen. Die Feuchtigkeit bleibt in der Luft und die Schleimhäute trocknen nicht aus. Obwohl die Infrarot-Strahlungsheizung elektrisch betrieben wird, kann eine Reduktion der Heizkosten um bis zu 70 Prozent erreicht werden. Wählt man einen Ökostromtarif oder verwendet man Strom regenerativen Ursprungs, wie er z.B. durch Photovoltaikanlagen erzeugt wird, heizt man praktisch klimaneutral. Eine Weltneuheit ist die Infrarotheiztapete, die unter Putz verlegt werden kann. Mittels Mineral- oder Lehmputz wird das Element eingeputzt und ist nicht mehr zu sehen. Ein Element mit einer Leistung von 650 W reicht für Räume bis zu 25 qm. Für den individuellen Geschmack gibt es verschiedene Baugrößen, Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten. Als Fazit kann zusammengefasst werden, dass die Infrarot-Strahlungsheizung eine innovative und flexible Alternative zu der nicht mehr zeitgemäßen Verbrennung fossiler und damit wertvoller, begrenzter Ressourcen darstellt. Die Zukunft gehört dieser Technologie. (Autor: Dr. Heribert Matthes, 12. Mai 2010) Ordern Sie eine kostenlose Beratung | ENERFUX-Unternehmensverbund | fon: 030-9240 5554 | info@enerfux.de
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